Veranstaltungen
Im Folgenden finden Sie die Veranstaltungen zum Thema "Kultur – Politik – Demokratie" für das aktuelle Semester.
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Narrative (Selbst-)Befreiung – Existentielle Not und Lebenskraft in Texten
Narrative (Selbst-)Befreiung – Existentielle Not und Lebenskraft in Texten
Widerstandsfähigkeiten und Haltungen, die in existentiellen Notsituationen –wie sie etwa Krieg, Krankheit, Armut, Gefangenschaft und Exil mit sich bringen – dabei helfen, nicht zu resignieren, sind seit jeher ein narrativer Gegenstand in einem doppelten Sinn. Zum einen treten sie häufig als Themen von Narrativen in Erscheinung, meist kollektiv tradierten und identitätsstiftenden und stereotypisierten Geschichten, die – wie z.B. das ,Vom Tellerwäscher zum Millionär‘-Narrativ – Entbehrungs- zu Erfolgserfahrungen werden lassen und allgemeine Tugenden wie Fleiß, Tapferkeit oder Ausdauer in den Mittelpunkt stellen. Zum anderen findet sich jene Widerständigkeit durch die Epochen hindurch in unzähligen Narrationen wieder, als in je eigener Weise erzählerisch aufbereitetes Motiv, das Eingekerkerte, Kranke, unter Terror aller Art leidende Menschen umfasst, die sich mit Hilfe u.a. von Imaginationen, Erinnerungen, dem Glauben an Gott oder eine Idee bewusst oder unbewusst der Verzweiflung entgegenstellen und sich so (zumindest vorübergehend) aus der Not befreien. Das Blockseminar will sich anhand einer exemplarischen Auswahl aus fiktionaler Literatur und Sachtexten beiden, häufig ineinander übergehenden Formen des Narrativen nähern und dabei nach den gestalterischen Mitteln fragen, mit denen Texte diese geistigen Selbstbefreiungen sowohl darstellen als auch bei den Lesenden hervorrufen können.
Zum Einlesen empfohlen: Andrea Gerk, Lesen als Medizin (2015); Lesen und Genesen, Geschichten, die Mut machen, ausgewählt von Ursula Baumhauer (2021).
Am Beginn des Semesters wird auf StudIP ein Reader bereitgestellt, den die Teilnehmenden ausdrucken oder für die digitale Lektüre herunterladen können. Teilnehmende, die Interesse haben, ein Referat zum Thema zu halten, können sich gern bei der Dozentin melden.
Dozierende PD Dr. Marita Liebermann Format Blockseminar Termine Fr. 14:00 – 17:00; 10.07.2026
Sa. 10:00 – 16:00; 11.07.2026Ort Raum C001, Schloßwender Str. 5 [Gebäude 1208] Gebühr 42 € -
Current Affairs XXI: Resilient Societies
Arbeitskreis Current Affairs XXI: Practising English by Discussing Current Topics (Summer Term 2026): Resilient Societies – Medicine and Health as Reflected in Science, Politics and Art
It is a self-organized course by Gasthörendenstudium (GHS) students for GHS students. It is designed for persons who have reasonable knowledge of English and would welcome the opportunity to practise their English in a pleasant atmosphere. By taking part, you may not only improve your English language skills but also expand your knowledge on a variety of subjects.
In last winter term (2025/2026) we discussed the following issues: “Premature deaths due to exposure to fine particulate matter (PM)” - a fact-check, “James Webb Space Telescope pushing limits of science”, “Illiberal Democracy”, Introduction of the „Archipelago Svalbard“, “The Guest Student and Senior Citizen Study Program” - a look at Leibniz University and beyond, “About Holmes, Poirot and their authors” - on the 50th anniversary of Agatha Christie’s death (12-01-1976) and “Global State Indebtedness”.
At the beginning of our course, we appreciate to define a provisional list of topics. Therefore, all participants should bring in their suggestions for the first meeting. However, the success of this course requires a sufficient number of people willing to give a short introduction into the chosen topic and provide participants with information material and reading recommendations the week before.
For winter term 2025/2026, GHS has selected the framework topic “Resilient Societies - Medicine and Health as Reflected in Science, Politics and Art". The Science Year 2026 aims to make the medicine of the future transparent and to promote it. This will focus on both scientific and societal/everyday relevant topics in health research, such as resilience and prevention. This summer semester, we too will address this highly complex topic and examine, from various perspectives, how societal resilience develops and what role medicine, as well as concepts of health and illness, play in this process. The history of science reveals how profoundly medicine has influenced not only the development of new disciplines (e.g., molecular biology) but also shaped our understanding of the body, gender, normality, and deviation, thereby significantly impacting ethics, law, politics, and everyday culture.
Presentations regarding to this issue are highly welcome but not compulsory.
Those who consider their command of English too weak to manage a presentation will not be left to themselves. Pairs or small groups may be formed to share the workload. Members should also feel free to experiment with different forms of presentation like pro and con speeches, formal debates, interviews etc. Presenters are asked to concentrate on two or three relevant aspects of their topic so that enough time for discussion is guaranteed. The introduction should not exceed 20 to 30 minutes. We are looking forward to meeting students who are interested in practising their English language skills.
Dozierende Vera Koch/Dr. Michael Keller Format Seminar Termine Fr. 12:15 - 13:45; 15.05., 22.05., 05.06., 12.06., 19.06., 03.07., 10.07., 17.07.2026 Ort Raum 002, Schloßwender Str. 5 [Gebäude 1209] Gebühr 56 € -
Tagespolitisches Kolloquium
Tagespolitisches Kolloquium
In dieser Veranstaltung wollen wir aktuelle (inter-)nationale politische Ereignisse und Entwicklungen kritisch und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Unter Zuhilfenahme von theoretischen Konzepten und Begrifflichkeiten setzen wir dazu die Geschehnisse in ihren übergeordneten Kontext und beleuchten Akteure, Strukturen und Prozesse, um diese besser verstehen zu können. Im Tagespolitischen Kolloquium möchten wir vorschnellen Bewertungen, Populismus und emotionaler Befangenheit fundierte Analysen und begründete Beurteilungen entgegenstellen. Gemeinsam wollen wir unsere Vorurteile und Meinungen hinterfragen, um damit kritisches Nachdenken zu ermöglichen und unsere politische Urteilsfähigkeit zu stärken. Zu ausgewählten Themen werden kurze Impulsreferate gehalten und Literaturvorlagen bereitgestellt und gegebenenfalls Gäste eingeladen, um eine möglichst vielseitige Diskussion anzuregen. Wir freuen uns über Ihre eigenen Beiträge und Themenvorschläge!
Dozierende Dr. Marcus Hoppe Format Kolloquium Termine Fr. 10:15 – 11:45; 24.04., 08.05., 22.05., 05.06., 19.06., 03.07., 17.07.2026 Ort Hörsaal Kesselhaus (A001), Schloßwender Str. 5 [Gebäude 1208] Gebühr 80 € -
Frauenpolitisches Forum
Frauenpolitisches Forum
Geschlecht ist eine soziale Kategorie, die unser gesellschaftliches wie privates Leben maßgeblich mitbestimmt. Frauen haben nach wie vor mit Benachteiligungen zu kämpfen, auch wenn diese gerne seitens der Politik und Gesellschaft nivelliert werden. Politische Entscheidungen (be-)treffen Frauen oftmals härter (Teilzeitregelungen, Abtreibungsverbot usw.) als Männer.
In dieser Veranstaltung möchten wir unser Augenmerk auf frauenpolitische Themen lenken. Zu jeder Veranstaltung erwartet Sie eine Einführung aus Wissenschaft und/oder anderweitiger Expertinnen mit anschließender Diskussion. Gerne können wir auch gemeinsam entscheiden, ob und was wir gemeinsam lesen, erörtern und diskutieren wollen.
Folgende Themen sind für dieses Semester angedacht:
- Tradwives („traditionelle Ehefrauen“) – ein kleiner Trend oder Ausdruck gesellschaftlichen Rückschritts?
- Medizin und Geschlecht – Benachteiligung von Frauen in Forschung und medizinischer Praxis
- Frauenhass, Femizid und Gewalt gegen Frauen
- Und natürlich: aktuelle tagespolitische Themen
Das Seminar ist eine Fortsetzung aus dem WS 2025/26 und richtet sich an Frauen jeder Altersgruppe mit und ohne Vorkenntnisse in den Themen.
Dozierende Dr. Karolina Kempa Format Seminar Termine Mi. 10:15 – 11:45; 10.06., 17.06, 24.06., 01.07., 08.07.2026 Ort Raum C001, Schloßwender Str. 5 [Gebäude 1208] Gebühr 70 € -
Das Tal der Könige: Pharaonenfriedhof der Großreichszeit
Das Tal der Könige: Pharaonenfriedhof der Großreichszeit
Seit jeher haben - außer den Pyramiden - die Gräber der Pharaonen des Neuen Reiches im Tal der Könige (ca. 1550 - 1080 v.Chr.) die Phantasie der Menschen beflügelt. Nach einer Einführung in die Wissenschaftsgeschichte (um das 'Tal') werden wir der Frage nach dem architektonischen Grundgedanken nachgehen, der dem pharaonischen (Fels-)Grabtypus gemeinsam ist, wobei die Grabanlagen von Thutmosis III., Amenophis II., Sethos I. sowie das Grab der Nofretari im Mittelpunkt stehen werden. Eine Gesamtbewertung kann allerdings nur vor dem Hintergrund der hieroglyphischen Inschriften - der sog. Toten- und Unterweltsbücher - vorgenommen werden, die die Wände der Grabanlagen bedecken.
Was das organisatorische Umfeld einer Grabbaustelle betrifft, so ermöglichen es uns die sog. Ostraka (beschriftete Kalksteinscherben, die als Notizzettel verwendet wurden), die einzelnen Arbeitsabläufe bis in die Details hinein zu verfolgen.
Abschluß und Abrundung des Seminars bilden einerseits ein kurzer Seitenblick auf die (antiken und wohl auch 'geduldeten') Grabräuberaktivitäten und schließlich Berichte über die momentan im Tal laufenden archäologischen Aktivitäten (ausführliche Dokumentation des gesamten Materials anhand von Photos, Karten und Grabungspläne).
Dozierende Prof. Dr. Albrecht Endruweit Format Seminar Termine Mi. 10:00 – 12:00; 06.05., 13.05, 20.05., 03.06., 10.06., 17.06, 24.06., 01.07.2026 Ort Raum 225, Schloßwender Str. 1 [Gebäude 1211] Gebühr 77 € -
Meisterdenker der Philosophie - Horkheimer
Meisterdenker der Philosophie
Die Sehnsucht nach dem Anderen
Max HorkheimerIn unserer bewährten Reihe „Meisterdenker der Philosophie“ beschäftigen wir uns in diesem Semester mit dem Philosophen Max Horkheimer, der zu den einflussreichsten und modernsten Denkern des 20. Jahrhunderts zählt. Er gehört neben Th. W. Adorno und Erich Fromm zum Kreise der sogenannten Frankfurter Schule, die den Fortschritt des sozialen Wandels in das philosophische Denken mit aufnimmt. Geschult am Historischen Materialismus der Marxschen Theorie nimmt Max Horkheimer vor allem die Begriffe Gerechtigkeit und Freiheit in den Fokus einer auf den modernen gesellschaftlichen Wandel gerichteten Betrachtung. Der Sozialphilosoph verdichtet seine Gedanken über Wahrheit, Gerechtigkeit, Vernunft, Glück und Liebe insbesondere im philosophischen Aphorismus, also in Form kurzer, scharfsichtiger und konzentrierter Textstücke, die bisweilen nur wenige Zeilen umfassen.
Im Seminar werden wir gemeinsam ausgewählte Texte und Aphorismen besprechen, biographische Hintergründe erfahren und nach der Bedeutung der philosophischen Aussagen für unser konkretes Leben, für unsere Freiheit und Vernunft fragen. Auch werden wir die pädagogisch-medialen Konsequenzen dieser Philosophien für bildungsrelevante soziale Interaktionen reflektieren.
Das Seminar richtet sich auch an Teilnehmende, die bislang erst wenig Berührung mit der Philosophie hatten. Aktive Mitarbeit und Textlektüre wird erbeten.
Philosophische Lektüre wird im Seminar ausgegeben.
Lektüre: 5,00 Euro direkt beim Dozenten
Dozierende Prof. Dr. Peter Moritz Format Seminar Termine Mo. 14:30 – 19:00; 04.05., 11.05., 18.05., 01.06.2026 Ort Raum C001, Schloßwender Str. 5 [Gebäude 1208] Gebühr 84 € -
Energiewende
Energie- und Wärmewende in Kommunen - Konfliktbegleitung und Weiterbildung
Lernen Sie unser Projekt “Energiewende in Kommunen - Konfliktbegleitung und Weiterbildung” kennen. Zusammen mit unserem Kooperationspartner ProPeace unterstützen wir Kommunen dabei, eine Energie- und Wärmewende mit Schlüsselakteuren und Zivilgesellschaft gemeinschaftlich zu gestalten. Im Mittelpunkt steht, dass gesellschaftlicher und technischer Wandel mit unterschiedlichen Sichtweisen, Spannungen und Bedarf an neuem Wissen verbunden ist. Vertrauen in neue Technologien, Prozesse und Zusammenarbeit, die in Zukunft unseren Energiebedarf decken sollen, muss erst noch wachsen. Wissenschaftliche Weiterbildung auf dem aktuellen Stand der Forschung bekommt in solchen Prozessen einen sehr hohen Stellenwert. Unser Ziel ist: Wir machen unterschiedliche Perspektiven sichtbar und entwickeln Kompetenz und Wissen für ein konstruktives Zusammenwirken von Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und Unternehmen.
Die Zentrale Einrichtung für Weiterbildung LUH kooperiert mit Partner Pro Peace - die in der Friedensarbeit und Kommunalen Konfliktberatung tätig sind. Das Projekt läuft im Rahmen von TEN.efzn (efzn=Energiefroschungszentrum Niedersachsen)."
Dozierende Jakoba Moritz B.A. / Susanne Hermeling M.A. Format Vortrag und Diskussion Termine Di .18:00 – 19:30; 07.07.2026 Ort Hörsaal Kesselhaus (A001), Schloßwender Str. 5 [Gebäude 1208] Gebühr kostenfrei -
Macht durch Pracht
16. – 18. Jahrhundert: Macht durch Pracht. Kunst im Dienste von Gegenreformation und Absolutismus
Der Begriff „barocco“ kommt aus dem Portugiesischen und bedeutet „unregelmäßig geformte Perle“. Von seiner ursprünglich negativ konnotierten Bedeutung des Ungleichen und Schiefen entwickelte sich der Begriff zu einer Epochenbezeichnung der opulenten Prachtentfaltung. Basierend auf dem Wissen der Renaissancezeit, welche nach Harmonie und Ausgeglichenheit strebte, spielt die barocke Kunst virtuos in allen Bereichen mit den Elementen der Bewegung, dem Volumen, dem Drang ins Unendliche, den Spiegelungen und Bühneneffekten sowie der Verwischung von Sein und Schein oder dem Spiel mit Licht und Schatten. Die Grenzen zwischen Architektur, Skulptur und Malerei verwischen, die Idee eines Gesamtkunstwerks entsteht. In der späteren Entwicklung wandelt sich die schwere Dramatik des Barock zu einer süßlichen, kapriziösen, verspielten und leichten Variante, der eine gewisse Dekadenz innewohnt.
In der Vorlesung wird ein Überblick geboten über die Entwicklung im Laufe der Jahrzehnte und in den europäischen Ländern. Es werden u.a. Werke und Lebensläufe einzelner Künstlerinnen und Künstler näher betrachtet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Stadt- und Gartenplanung.
Dozierende Dr. Carmen Putschky Format Vorlesung Termine Di. 16:15 – 17:45; 28.04., 12.05., 26.05, 02.06, 07.07., 14.07.2026 Ort Hörsaal Kesselhaus (A001), Schloßwender Str. 5 [Gebäude 1208] Gebühr 42 € -
Frauengesundheit und Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland
Frauengesundheit und Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland
In der weltweiten medizinischen Forschung wird die geschlechtliche Perspektive häufig außer Acht gelassen. So zeigt der aktuelle Herzbericht, dass Männer häufiger einen Infarkt haben, Frauen jedoch prozentual häufiger daran sterben. Medikamente werden oft falsch dosiert, da in der Forschung geschlechtsspezifische Effekte nicht verlässlich untersucht werden. Vor diesem Hintergrund erklärt die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken das Thema „Frauengesundheit“ als Förderschwerpunkt, um der Benachteiligung von Frauen in der medizinischen Versorgung entgegenzuwirken.
In diesem Blockseminar werden philosophische, gesellschaftliche und politische Perspektiven zum Themenfeld Geschlechtergerechtigkeit und strukturelle Ungleichheiten in der Medizin und Forschung von der Antike bis ins 21. Jahrhundert in den Fokus gerückt. Anhand einiger Textpassagen von Philosoph:innen, Kulturhistoriker:innen oder Frauen – und Geschlechterforscher:innen werden wir uns gemeinsam diesem wichtigen Thema nähern. Die Textauszüge werden von der Dozentin bereitgestellt.
Das Seminar richtet sich an Frauen*. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Teilnehmerinnen: max. 20
Dozierende Dr. Diana Häs Format Blockseminar Termine Fr. 14:00 - 17:00; 22.05.2026
Sa. 10:00 - 16:00; 23.05.2026Ort Raum C001, Schloßwender Str. 5 [Gebäude 1208] Gebühr 42 €