Veranstaltungen
Im Folgenden finden Sie die Veranstaltungen zum Thema "Frauen unter sich" für das aktuelle Semester.
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Frauengesundheit und Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland
Frauengesundheit und Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland
In der weltweiten medizinischen Forschung wird die geschlechtliche Perspektive häufig außer Acht gelassen. So zeigt der aktuelle Herzbericht, dass Männer häufiger einen Infarkt haben, Frauen jedoch prozentual häufiger daran sterben. Medikamente werden oft falsch dosiert, da in der Forschung geschlechtsspezifische Effekte nicht verlässlich untersucht werden. Vor diesem Hintergrund erklärt die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken das Thema „Frauengesundheit“ als Förderschwerpunkt, um der Benachteiligung von Frauen in der medizinischen Versorgung entgegenzuwirken.
In diesem Blockseminar werden philosophische, gesellschaftliche und politische Perspektiven zum Themenfeld Geschlechtergerechtigkeit und strukturelle Ungleichheiten in der Medizin und Forschung von der Antike bis ins 21. Jahrhundert in den Fokus gerückt. Anhand einiger Textpassagen von Philosoph:innen, Kulturhistoriker:innen oder Frauen – und Geschlechterforscher:innen werden wir uns gemeinsam diesem wichtigen Thema nähern. Die Textauszüge werden von der Dozentin bereitgestellt.
Das Seminar richtet sich an Frauen*. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Teilnehmerinnen: max. 20
Dozierende Dr. Diana Häs Format Blockseminar Termine Fr. 14:00 - 17:00; 22.05.2026
Sa. 10:00 - 16:00; 23.05.2026Ort Raum C001, Schloßwender Str. 5 [Gebäude 1208] Gebühr 42 € -
Frauenpolitisches Forum
Frauenpolitisches Forum
Geschlecht ist eine soziale Kategorie, die unser gesellschaftliches wie privates Leben maßgeblich mitbestimmt. Frauen haben nach wie vor mit Benachteiligungen zu kämpfen, auch wenn diese gerne seitens der Politik und Gesellschaft nivelliert werden. Politische Entscheidungen (be-)treffen Frauen oftmals härter (Teilzeitregelungen, Abtreibungsverbot usw.) als Männer.
In dieser Veranstaltung möchten wir unser Augenmerk auf frauenpolitische Themen lenken. Zu jeder Veranstaltung erwartet Sie eine Einführung aus Wissenschaft und/oder anderweitiger Expertinnen mit anschließender Diskussion. Gerne können wir auch gemeinsam entscheiden, ob und was wir gemeinsam lesen, erörtern und diskutieren wollen.
Folgende Themen sind für dieses Semester angedacht:
- Tradwives („traditionelle Ehefrauen“) – ein kleiner Trend oder Ausdruck gesellschaftlichen Rückschritts?
- Medizin und Geschlecht – Benachteiligung von Frauen in Forschung und medizinischer Praxis
- Frauenhass, Femizid und Gewalt gegen Frauen
- Und natürlich: aktuelle tagespolitische Themen
Das Seminar ist eine Fortsetzung aus dem WS 2025/26 und richtet sich an Frauen jeder Altersgruppe mit und ohne Vorkenntnisse in den Themen.
Dozierende Dr. Karolina Kempa Format Seminar Termine Mi. 10:15 – 11:45; 10.06., 17.06, 24.06., 01.07., 08.07.2026 Ort Raum C001, Schloßwender Str. 5 [Gebäude 1208] Gebühr 70 € -
Mütter & Töchter in der zeitgenössischen Literatur
Aufgrund der hohen Nachfrage nochmal im Programm!
Literatur & Kreatives Schreiben für FrauenMütter & Töchter in der zeitgenössischen Literatur
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit literarischen Darstellungen einer der prägendsten zwischenmenschlichen Beziehungen: der Verbindung zwischen Mutter und Tochter. Im Zentrum stehen zwei zeitgenössische Romane: Maman von Sylvie Schenk (2023) und Die Tochter von Kim Hye-Jin (2022).
Während Schenk in Maman aus der Perspektive der Tochter erzählt und die Mutter als vielschichtige, zugleich ferne und vertraute Figur sichtbar werden lässt, gibt Hye-Jin in Die Tochter der Mutter eine ebenso eindringliche wie zurückgenommene Erzählerinnenstimme. So eröffnen sich zwei sehr verschiedene Blickrichtungen auf dieselbe Konstellation: einmal durch den suchenden, erinnernden Blick der Tochter, einmal durch das nach innen lauschende Sprechen der Mutter.
Durch die parallele Lektüre der beiden Texte können wir im Seminar aufzeigen, wie eng Erzählhaltung, Perspektive und Erinnerungsarbeit miteinander verwoben sind. In kreativen Schreibübungen sind die Teilnehmerinnen eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen und familiären Geschichten literarisch zu erkunden. Schreiben kann hier zu einem Werkzeug werden, um Erinnerungen zu ordnen, Beziehungsdynamiken zu verstehen und sich von belastenden Mustern zu befreien.
Das Seminar richtet sich an alle Frauen*, die Freude am Lesen und Schreiben haben und das Spannungsfeld von Herkunft, Generationen und Selbstwerdung literarisch erkunden wollen. Gemeinsam wollen wir präzise lesen, diskutieren und eigene Texte entwickeln – im Dialog mit den Werken von Schenk und Hye-Jin sowie mit unseren eigenen Stimmen.
Schreiberfahrungen sind nicht erforderlich. Für die Teilnahme am Seminar wird jedoch vorausgesetzt, dass beide Romane vollständig gelesen sind.
Schenk, Sylvie: Maman. Carl Hanser Verlag, München 2023. 176 Seiten. ISBN 978-3-446-27623-9.
Kim Hye-Jin: Die Tochter. Hanser Berlin, Berlin 2022. 176 Seiten. ISBN 978-3-446-27232-3.Begrenzte Teilnehmerinnenzahl: 16
Dozierende Christina Rohwetter, M.A. Format Seminar Termine Fr. 14:00 – 17:00; 12.06.2026
Sa. 10:00 – 16:00; 13.06.2026Ort Raum C001, Schloßwender Str. 5 [Gebäude 1208] Gebühr 42 €